Bocconotto Montoriese Das Süßgebäck mit Trauben in der Zauberschachtel
Was kaufen

Der Überlieferung nach entstand es Ende des 18. Jh./Anfang des 19 Jh. Doch die Wurzeln des Bocconotto reichen zurück bis ins 16. Jh. Auf die Arbeit jenes Genies mit Namen Bartolomeo Scappi, Geheimkoch dreier Päpste und Autor des superben Buchs „Abhandlung über die Kochkunst“ . In ihm überliefert Scappi die Rezepte der „Königsteige“, Blätterteig und Mürbeteig, und die Rolle des Zweitgenannten als „Bezug“ der verschiedensten Füllungen, sowohl süßer als auch salziger. Das Wort an sich, in der Mundart, debütiert 1930 im Wörterbuch der Abruzzen von Domenico Bielli: “buccunotte: Süßgebäck runder Form, gefüllt mit Honig, Creme, Schokolade …”. Das Gebäck aus Montorio ist dann von ihnen der “König” in einem Ort, der sich die Konditoreikunst auf die Fahnen geschrieben hat (Montorio ist die Heimat des “Süßes für Brautleute”, ein Rosenkranz aus Leckereien, der auch die mächtige „süße Pizza“ einschließt), es ist das Ergebnis der Zusammenfassung einer rein territorialen Entwicklung, mit einer Füllung aus Traubenmarmelade (aus Trauben, die von den exzellenten Weinbergen Teramos stammen). Und wenn man auch den Bocconotto in jedem Haus backt (und jeder sich den seinen), der typische, das Original (für den ein Produktspezifikationsverfahren läuft) ist Aushängeschild von 8 Konditoreien, von denen jeder mit Stolz den „klassischen“ Bocconotto anbietet, um dann die verschiedenen Varianten vorzuführen. Und so bietet man den Besuchern von Montorio eine von süßen Überraschungen gekrönte Nasch-Tour.

Wo und Was

Diesmal schlagen wir eine klassische Route zur Entdeckung des “ Parktors” vor, eine Berufung die Montorio jedes Jahr Ende August mit einer besonderen Veranstaltung feiert.
Auf dem antiken Marktplatz, der heutigen Piazza Orsini, liegt die Kollegiatkirche San Rocco aus dem 16.Jh. In ihrem Inneren befinden sich vier monumentale Altäre aus bemaltem und vergoldetem Holz (aus dem XVII und XVIII Jahrhundert), mit zwei kostbaren alten Gemälden, eines, von 1530, stellt die Auferstehung dar und das andere, von 1607, das letzte Abendmahl. Auf demselben Platz finden wir außerdem den Palast der Marquis Camponeschi-Carafa mit Portal und Resten von Freskomalereien, die von 1500 datieren. Folgt man Via del Forte, erreicht man die Spitze des Hügels, auf dem die Ruinen der Festung San Carlo stehen, einem Bollwerk, das 1686 errichtet wurde, um dem Treiben der Banditenbanden ein Ende zu setzen, jedoch nie ganz fertiggestellt wurde. Einen Besuch lohnen auch die Kirche des hl. Antonius (XV Jahrhundert), die Kirche der Zoccolanti (1755), das Kapuzinerkloster aus dem 16. Jh. mit seinem Kreuzgang und die kleine Kirche Madonna del Ponte. Am Fluss Vomano finden sich die Ruinen eines sehr seltenen, Herkules gewidmeten, Tempels.